Weisheit im Buddhismus
Im Buddhismus bezeichnet Weisheit mit dem Begriff Sunyata (sanskrit) die Erkenntnis, daß alle erscheinenden Phänomene leer von einem eigenständigen ihnen innewohnendem Sein sind. Die Realisation von Sunyata in der Wahrnehmung von Phänomenen und Selbst ist daher eine grundlegende Erfahrung bei der Erlangung der Erleuchtung.
Die Vier Edlen Wahrheiten (Pali: Cattari aryasaccani, Sanskrit: Catvari aryasatyani) bilden den Kern und die Grundlage der Buddha-Lehre. Sie sind Gegenstand seiner ersten Lehrrede, der Beginn vom "Drehen des Rades der Lehre". (Vgl. im Tripitaka: Majjhima Nikaya 141. (XIV,11) Saccavibhanga Sutta (Der Wahrheit Abzeichen)
Die Wahrheit des Leidens Dukkha Sacca: Es gibt Leid, das Leben ist unvollkommen.
Der Anfang des Leidens Samudaya Sacca: Leiden hat einen Anfang. Die Ursachen des Leidenbeginns sind Gier (haben wollen), Hass (nicht haben wollen) und Verblendung (fehlende Einsicht in die wahre Natur der Dinge).
Das Ende des Leidens Nirodha Sacca: Es gibt ein Ende des Leidens, einen Weg.
Der Weg zur Beendigung des Leidens Magga Sacca: Dieser Weg aus dem Leiden ist der "edle Achtfache Pfad".
Buddha betonte "Dukkha", das Leiden, als Ausgangspunkt seiner Lehre, da die Einsicht in die grundlegende unbefriedigende Natur der Existenz ein starker Antrieb sein kann, zu handeln und den Weg zur Aufhebung dieses Leidens und schließlich zum Erwachen einzuschlagen. Das Ziel buddhistischer Praxis ist aber nicht auf die Aufhebung des Leides beschränkt, sondern liegt vielmehr in der Verwirklichung von Vollkommenheit, im "Erwachen" zur wahren Natur der Existenz.
"Jede Kraft hat eine Gegenkraft.
Gewalt, selbst wohlgemeinte,
fällt immer auf einen selbst zurück."
(Tao te King)
"Kannst du Menschen lieben und führen,
ohne ihnen deinen Willen aufzuzwingen?
Kannst du wichtigste Dinge erledigen,
indem du dem Geschehen seinen Lauf läßt?"
(Tao te King)
"Der Meister handelt, ohne zu tun,
und lehrt, ohne zu reden.
Dinge erscheinen,
und er läßt sie kommen;
Dinge verschwinden,
und er läßt sie gehen."
(Tao te King)
"Wer die Menschen kennt,
ist klug; wer sich selbst kennt,
hat Einsicht. Wer andere besiegt,
hat Kraft; wer sich selbst besiegt,
ist wahrhaft stark."
(Tao te King)
"Wenn du deine selbstsüchtigen Motive,
wie den Zorn und so weiter überwindest,
und mehr Güte und Mitgefühl für andere entwickelst,
wirst du letztlich selbst den größten Nutzen haben."
(Dalai Lama)
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