Psychoneuroimmunologie beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen von Psyche (Psycho-), Nervensystem (Neuro-) und Immunsystem (-Immunologie).
Die relativ junge Wissenschaft der Psychoneuroimmunologie (abgekürzt: PNI) untersucht, wie sich Immunsystem, Nervensystem und Psyche gegenseitig beeinflussen und miteinander kommunizieren. Sie belegt zunehmend, was erfahrene Ärzte schon lange wissen: Rebelliert die Seele, streikt früher oder später auch der Körper. Das betrifft Depressionen genauso wie Stress- und Herzerkrankungen, Krebs und AIDS.
Die Wirkung von Gefühlen
Die Psychoneuroimmunologie beschäftigt sich damit, wie Gedanken, Stimmungen, Gefühle – die auch Hirnaktivitäten sind - auf den Körper und sein Immunsystem wirken und umgekehrt. Aktuelle Forschungsfragen sind beispielsweise: Bekommt man häufiger einen Schnupfen, wenn man gestresst ist? Stärkt Lachen das Immunsystem? Warum fühlt man sich bei einem Infekt schlecht? Kann man mit positiven Gedanken den Krebs in Schach halten? Helfen unrealistische Hoffnungen dabei, gesund zu werden?
Gehirn - Schaltzentrale der Nervenzellen
Neugierde, Angst und Depression - diese drei Gefühle sind sehr komplex. Sie entsprechen bestimmten Stoffen, Neurotransmittern und Hirnregionen, die für die Verarbeitung von Gefühlen zuständig sind.
Hirnforscher haben viele Kommunikationsnetze zwischen Immunzellen, Hormondrüsen und Gehirn entschlüsselt. Bestimmte Immunbotenstoffe, Hormone, Nervenzellen, Neuropeptide und Hirnareale werden bestimmten komplexen Immunreaktionen aber auch Stimmungen zugeordnet. Forscher vermuten zum Beispiel Zusammenhänge zwischen der Neigung, Ärger zu unterdrücken und Beta-Endorphin, zwischen Depressionen und bestimmten T-Suppressorzellen und zwischen Neugierde und speziellen T-Helferzellen.
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