Philosophische Disziplin oder Lehre, die das hinter der sinnlich erfahrbaren, natürlichen Welt Liegende, die letzten Gründe und Zusammenhänge des Seins behandelt.
Die neuen Metaphysiker versuchen eine Synthese zu ziehen aus der gesamte Philosophie vor ihnen. Der antiken griechischen Philosophie, der mittelalterlichen Scholastik, der vorkantische Metaphysik, der Philosophie der Neuzeit. Auch Kants kritische Einwände gegen die Möglichkeit der Metaphysik werden berücksichtigt. Man glaubt aber, über Kant hinausgelangen zu können.
Die neue Metaphysik beschränkt sich nicht wie die Positivisten auf die Erscheinungen, wie die Phänomenologen auf die Wesensheiten oder wie die Lebensphilosophen auf das ewige Werden. Sie will Ontologie, Philosophie des Seins sein. Erkenntnispessimismus gibt es hier nicht bzw. nur einen eingeschränkten Erkenntnispessimismus. Die neue Metaphysik versucht das Ganze des Seins, alle seine Bereiche und seine letzten Prinzipien zu erkennen.
Die neuen Metaphysiker sind Empiriker. Sie wollen keine von der Erfahrung getrennte Spekulationen. Im Gegensatz zur alten Metaphysik glauben sie nicht an apriorische Erkenntnis. Sie gehen von der Erfahrung aus, gehen dann aber über die Erfahrung hinaus.
Neben der sinnlichen Erfahrung gebe es auch eine intellektuelle Erfahrung. Auch der Rationalismus habe seine Bedeutung. Nicht nur die Sinne wie im Empirismus und nicht nur die Intuition wie bei Lebensphilosophie und Phänomenologie, sondern auch der Verstand soll genutzt werden um das Sein zu erkennen. Weiter Infos zum Thema Metaphysik auf WIKIPEDIA
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